Sachinformation
Die Oxidation Stand: 1/2011 
  Sachinformation DIE OXIDATION
Die Oxidation ist ein chemischer Prozess, in dem sich Sauerstoff mit einem (brennbaren) Stoff verbindet.

Definition
Man unterscheidet zwischen langsamer und schneller Oxidation. Die schnelle Oxidation nennen wir auch Verbrennung.
  • Die Erscheinungsformen der langsamen Oxidation sind rosten, verwesen und faulen. Wärme ist dabei kaum, Geruch jedoch oft wahrnehmbar.
    Beispiele dazu sind: Rosten von Metall, Blech, ...
  • Die Erscheinungsformen der schnellen Oxidation (Verbrennung) sind Feuer (Flammen und Glut) und Wärme. Bei jeder Verbrennung können wir immer Licht und Rauch wahrnehmen.
    Beispiele dazu sind: Verbrennung von Holz, Öl, ...

Die Verbrennung

DIE VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE VERBRENNUNG

Jede Verbrennung braucht mehrere Voraussetzungen - denken wir nur an das Einheizen in einem Kachelofen: Wir brauchen zu allererst einen brennbaren Stoff, z.B. Holz. Weiters brauchen wir Sauerstoff, den wir über die Luftzufuhr der Ofentüre regulieren. Schließlich zünden wir ein Stück Zeitungspapier an, und gewinnen dadurch die dritte Voraussetzung: die Wärme. Das richtige Verhältnis dieser drei Voraussetzungen zueinander bestimmt die Verbrennung im Ofen.
 

Wir unterscheiden vier Voraussetzungen

BRENNBARER STOFF

Vgl. Folie 6.1.5
Brennbare Stoffe werden in Brandklassen eingeteilt.

WÄRME

Vgl. Folie 6.1.6
Neben dem brennbaren Stoff und Sauerstoff brauchen wir noch die Wärme einer Zündquelle. Die Zündquelle erhitzt den brennbaren Stoff auf seine Zündtemperatur.

SAUERSTOFF

Sauerstoff ist ein unsichtbares Gas, welches in der atmosphärischen Luft vorkommt. Es brennt selbst nicht, ermöglicht und fördert aber die Verbrennung.

REAKTIONSBEREITSCHAFT

Die Reaktionsbereitschaft bezeichnet das richtige Verhältnis von brennbarem Stoff, Sauerstoff und Wärme zueinander, damit es zu einer Verbrennung kommen kann: So erlischt bekanntlich jeder Brand bei zu wenig Sauerstoff.

Vgl. 6.1.11

Die Brandklassen

BRANDKLASSE A

Brände von festen, organischen Stoffen. Diese Stoffe brennen mit Glut und Flamme.

Beispiel:
Holz, Papier,
Textilien

BRANDKLASSE B

Brände flüssiger und flüssig werdender Stoffe. Diese Stoffe brennen nur mit Flamme. Es brennen nur die Dämpfe von Flüssigkeiten.

Beispiel:
Alkohol, Benzin,
Harze und Wachse

BRANDKLASSE C

Brände gasförmiger Stoffe. Diese Stoffe brennen nur mit Flamme. Gase und Dämpfe können schwerer und leichter als Luft sein.

Beispiel: Methan, Propan, Acetylen

BRANDKLASSE D

Brände von Metallen. Die meisten Metalle brennen nur mit Glut.

Beispiel: Aluminium, Natrium, Magnesium

BRANDKLASSE F

Brände von Speiseölen und Speisefetten

Beispiel: Pflanzliche und tierische Öle und Fette für Frittier- und Fettbachgeräte

Zündpunkt und Flammpunkt sind verschiedene Dinge.

DER ZÜNDPUNKT

Die Definition nach der ÖNORM F1000

DER ZÜNDPUNKT
Die Zündtemperatur ist die niedrigste, unter festgelegten Bedingungen ermittelte Temperatur, bei der sich ein brennbarer Stoff in der Luft entzündet.

Definition
Der Zündpunkt ist also die Temperatur, ab der ein bestimmter Stoff zu brennen beginnt. Dieser Zündpunkt ist je nach Stoff verschieden.

Wenn ich z.B. einen Heizstrahler nahe einem Polster aufstelle, erwärmt sich das Material des Polsters und wird sich ab einer bestimmten Temperatur, dem Zündpunkt, selbst entzünden.

Erklärung

DER FLAMMPUNKT

Die Definition nach der ÖNORM F1000

DER FLAMMPUNKT
Der Flammpunkt ist die niedrigste Temperatur, bei der eine brennbare Flüssigkeit oberhalb des Flüssigkeitsspiegels mit Luft eine zündbare Dampfkonzentration bildet, die bei kurzzeitiger Einwirkung einer Zündquelle zur Entflammung kommt.

Definition
Der Flammpunkt ist also die Temperatur, die ein flüssiger Stoff erreichen muss, damit er von außen entzündet werden kann. Der Flammpunkt betrifft nur flüssige Stoffe und ist je nach Brennstoff verschieden.

So braucht z.B. der Diesel eines Autos, denken wir nur an den Winter, erst eine bestimmte Temperatur, damit er zündet und der Motor starten kann.

Erklärung